25.10.2018: Die Gemeinde hat eine Homepage zum Bebauungsplanverfahren Wienkamp 2 eingerichtet.

 

https://www.senden-westfalen.de/de/wirtschaft-bauen/bauen/aktuelle-baugebiete/erweiterung-wienkamp-planung/

 

Die Gemeinde nimmt dazu unter anderem zu den Themen Hochwasser, Aufschüttungen, Bäume am Kanal, Verkehrssituation und Lärmgutachten Stellung.

Die Aussagen entsprechen dem, was auch schon vor über einem Jahr im Gemeindeentwicklungssauschuss am 29.6.2017 gesagt wurde. Einiges mag zutreffen, anderes nicht: Dadurch, dass die Gemeinde die unwahren Aussagen immer wieder wiederholt, wird deren Wahrheitsgehalt nicht größer. Daher wollen wir einiges aus unserer Sicht kommentieren.

Unser Kommentar:

Zu dem Thema "Aufschüttungen"

Fakt ist folgendes:

- Es gibt eine Unterschriftenliste von Anwohnern, die bezeugen, dass in den vergangenen Jahren große Mengen von Erde auf den Acker verbracht wurden. Sowohl der Landwirt als auch der Unternehmer, der die Erde transportiert hat. streiten das nicht ab.

- Wir haben exakte Höhenangaben (von der Gemeinde und vom Regierungspräsidium), die beweisen, dass an einigen wesentlichen Punkten Höhenunterschiede von 40-50 cm zwischen 1995 und 2010 festzustellen sind.

- Der Höhenunterschied zwischen der hundertjährigen Hochwasserlinie und der zweihundertfünzigjährigen Hochwasserlinie beträgt weniger 40 cm - dieser Unterschied entscheidet zwischen "Baugenehmigung" und "Bauverbot". 

- Unsere Daten haben wir der Gemeinde vorgelegt, man will dort nichts davon hören.

- Die Gemeinde argumentiert nun auf ihrer Homepage mit Kartenmaterial, das viel zu ungenau ist - dort sind nur Höhenunterschiede von 0,5 m zu erkennen.

 

Es ist absurd, mit derartig ungenauen Höhenangaben widerlegen zu wollen, dass das Gelände modelliert und an einigen Stellen - nämlich an der Grenze der Linie des hundertjährigen Hochwassers - um 30 - 50 cm erhöht wurde! Niemand, der von der Materie ein klein wenig Ahnung hat, kann so etwas akzeptieren.

Es gibt dazu natürlich noch mehr zu sagen:

Siehe auch unter dem Thema Hochwasser 


zu dem Thema "Baumallee am Kanal"

 

Die einzige sichere Methode, die Bäume am Kanal dauerhaft zu schützen, bestünde darin, einen Geländestreifen hinter den Bäumen für einen Betriebsweg vorzusehen, und das entsprechend mit der Kanalbehörde zu verhandeln. 

So etwas wurde uns vom früheren Bürgermeister Holz schon einmal in Aussicht gestellt.

 

Ausführliches unter: Bäume am Kanal.

 

Solange die Kanalbehörde theoretisch über den Acker an den Kanal kommen kann, wird kein Betriebsweg benötigt. Das wird sich ändern, wenn gebaut wird.

Wir haben das 2004 schon einmal erlebt, als die alte Baumallee vor dem jetzigen alten Baugebiet gefällt wurde. Man sollte annehmen, dass man aus Schaden klug wird, aber es hat den Anschein, dass das hier nicht der Fall ist.

Wenn uns von der Gemeinde gesagt wird, dass angeblich für einen Betriebsweg nur wenige Bäume gefällt werden müssen, dann möge doch die Gemeinde darüber eine schriftliche, rechtssichere Stellungnahme  des WSA Rheine vorliegen.


zu dem Thema "Verkehrsuntersuchungen"

Das Gutachten bestätigt, dass auf unserer Straße kein LKW - Begegnungsverkehr  zulässig ist, da die Straße nicht breit genug ist. Dann wird weiter argumentiert, dass so wenige LKWs fahren, dass Begegnungsverkehr auch nicht stattfinden wird. Das ist so absurd, dass man sich wirklich fragt: "Bin ich im falschen Film?"

Wir fordern die Gemeinde auf, für eine Baustraße zu sorgen, eine Durchführung von Baumaßnahmen auf dem Wienkamp-Acker ohne Baustraße ist völlig unmöglich.

Dass die Straße dabei zu erhebliche Schäden davon tragen wird, liegt auf der Hand. Sollen die Anwohner etwas dafür aufkommen? 

Aber viel schlimmer ist es, dass hier auch Personenschäden in Kauf genommen werden: 

Wird hier auch erst gehandelt, wenn ein Kind zu Schaden gekommen ist??

Was auf uns zukommt, wenn das Gebiet bebaut wird, kann hier nachgelesen werden: Baustellenverkehr

 

Es gab in der Vergangenheit zahlreiche Pläne (ISEK) und Gelegenheiten, eine ca. 140 m lange Verbindung zur K4 zu schaffen.  

Wenn die Gemeinde nun sagt, das sei aus eigentumsrechtlichen Gründen nicht möglich, dann ist das irreführend. Tatsache ist, dass die Gemeinde es verpasst hat, mit dem Eigentümer zu gegebener Zeit Verhandlungen zu führen, mit dem Ziel hier eine Lösung zu finden.

Bereits bei der ersten Planung 2011 war das angedacht:

Machbar wäre das an 2 Stellen:

Eine Baustraße wäre technisch machbar - sicher nicht umsonst! 

Angesichts des zu erwartenden Gewinnes bei diesem Projekt ist es zumutbar, dass die Kosten für eine Baustrasse vom Projektentwickler getragen werden. 

Aber das möchte die Gemeinde nicht - dafür wird in Kauf genommen, dass unsere Strasse , die wir mit unseren Erschließungsgebühren bezahlt haben, beschädigt wird.

Ehrlich war ein Mitglied der CDU Mehrheitsfraktion in der letzten Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses: Er hat richtigerweise darauf hingewiesen, dass die Baumfelder auf unserer Straße dann eben verschwinden müssten - man kann sich leicht vorstellen, was das bedeutet: die LKWs können dann ungehindert mit entsprechend höherer Geschwindigkeit durchfahren.

Bei der Beteiligung der Öffentlichkeit müssen wir möglichst ausführlich und zahlreich unsere Bedenken gegen dieses Vorhaben - die Nutzung unserer verkehrsberuhigten Anwohnerstraße als Baustraße - bei der Gemeinde äußern - am besten schriftlich! 

Da es sich um ein neues Verfahren handelt, müssen wir uns die Mühe mit den schriftlichen Eingaben jetzt noch einmal machen - auch wenn viele das bereits 2012 getan haben.