Was können und müssen wir jetzt noch erreichen?

Viele sagen nun: "Wir bekommen eine Baustraße und alles wird gut."

Leider ist das zu kurz gedacht.

Die Baustraße soll zunächst nur für 3 Jahre bestehen, bis 2022. Es ist von einer Verlängerungsoption die Rede, aber etwas genaues dazu wird nicht festgehalten. Wir müssen also befürchten, dass die Baustraße nur besteht, bis die ersten Erschließungsarbeiten und vielleicht erste Hochbaumaßnahmen begonnen sind. 

Es ist naiv zu glauben, dass nach 3 Jahren das meiste ausgestanden ist. Das wird auch im günstigsten Fall nicht zutreffen.

 

Ein ganz normaler LKW auf der Wienkampstraße - an einer ganz normal breiten Stelle.....bei Begegnungsverkehr muss auf den Gehweg ausgewichen werden und das bedeutet eine völlig inakzeptable Gefahr für die schwächsten Verkehrsteilnehmer: Fußgänger, Radfahrer und vor allem Kinder. 

Wir müssen die Möglichkeiten nutzen, unsere Forderung schriftlich und möglichst zahlreich im Rathaus kundzutun: Die Baustraße muss bestehen bleiben, bis die Erschließungs- und Straßenbauarbeiten komplett abgeschlossen sind und bis zumindest 80 % der Baumaßnahmen abgeschlossen sind.

Wir fordern die Gemeinde auf, hier eine entsprechende Regelung herbeizuführen. Die Vereinbarung mit dem Landwirt muss entsprechend verlängert werden, bis die oben genannten Bedingungen erfüllt sind. 

Außerdem hätte die Gemeinde auch die Möglichkeit, ein Baugebot nach § 176 BauGB zu erlassen. Damit kann festgesetzt werden, dass die Grundstücke in einer bestimmten Frist bebaut werden müssen. Der Projektentwickler wehrt sich vehement gegen solche Vorschriften, angeblich weil das in Eigentumsrechte eingreifen würde. Ohne Zweifel werden für die teuren Grundstücke am Kanal höhere Preise zu erzielen sein, wenn kein Baugebot besteht....es wird genügend Kapitalanleger geben, die bereit sind, hier Phantasiepreise zu bezahlen, wenn die Grundstücke nicht sofort bebaut werden müssen.

Um wirtschaftliche Aspekte geht es natürlich auch bei dem Thema "Bäume am Kanal" und "Bauen im Überschwemmungsgebiet". 

Es hätte zahlreiche Möglichkeiten und Alternativen gegeben, mehr Schutz für die Baumallee am Kanal zu erreichen und man hätte auf die geplante Bebauung und Geländeerhöhung im Extremhochwassergebiet verzichten können. Natürlich hätte der Projektentwickler dann ein paar qm weniger verkaufen können.

….und warum macht die Gemeinde das, was der Projektentwickler möchte und nicht das, was für die Allgemeinheit = Anwohner, sowie für die Natur gut wäre?

......das kann sich doch wohl jeder selbst denken.

Die CDU hat die absolute Mehrheit in Senden.

Der Projektentwickler war selbst Vorsitzender des Gemeindeentwicklungsausschusses, als dieses Bauprojekt 2011 auf den Weg gebracht wurde.

Bei der letzten Sitzung des Gemeindeentwicklungsauschusses mussten weitere 3 Mitglieder ihre Befangenheit erklären.