Baumallee am Dortmund -Ems-Kanal


Hintergründe


Die Gemeinde zeigte sich 2004 überrascht.

Auch 2012, als die Diskussion um die Baumreihe anläßlich des geplanten neuen Baugebietes wieder aufkam, bestand der Bürgermeister Alfred Holz auf der Darstellung, die Gemeinde sei damals selbst von der Baumfällaktion überrascht gewesen und hätte damit überhaupt nicht gerechnet. Das kann man glauben, man muß es jedoch nicht glauben.

 

Vor dem Kauf ihres Grundstückes am Kanal hatten mehrere Bürger sowohl beim Grundstückseigentümer als auch beim damaligen Beigeordneten nachgefragt, ob die Baumreihe erhalten bliebe und die Antwort erhalten, dass die Bäume so blieben, wie sie waren und keine Baumfällungen geplant seien. Die Baumreihe war für viele kaufentscheidend.

 

Spätestens nach diesen Nachfragen der Grundstücksinteressenten hätte jedoch die Gemeinde mit dem WSA (Wasser- und Schifffahrtsamt), auf dessen Grundstückseigentum die Bäume standen, klären können, ob das Baugebiet Konsequenzen für die Bäume nach sich ziehen würde. Vermutlich hätte man dann bereits damals die Antwort bekommen, die Vertreter der Gemeinde 2012 bei einem Gespräch beim WSA in Rheine bekamen: "Das WSA benötigt grds. (=grundsätzlich) entlang von Wasserstrassen einen Betriebsweg." (Zitat aus einem Antwortschreiben der Gemeinde an die Interessengemeinschaft Wienkamp vom 11.1.2013).

 

Man hätte diese Tatsache bereits bei der Planung des Baugebiets miteinbeziehen müssen, indem ganz einfach ein entsprechender Geländestreifen hinter der Baumreihe für einen Betriebsweg zur Verfügung gestellt worden wäre - allerdings hätte dann der Grundstücksverkäufer entsprechend weniger am Verkauf von teurem Bauland verdient.

 

Daher ist eine unserer zentralen Forderungen für ein neues Baugebiet:

 

Die Planung muß so erfolgen, dass die im östlichen Wienkamp noch komplette Baumallee nicht beeinträchtigt wird. Konkret bedeutet dies, dass der Grundstückseigentümer hier einen mindestens 5 - 10 m breiten Geländestreifen dem WSA zur Verfügung stellen muß, damit dort der ggf. notwendige Betriebsweg erreichtet werden kann.