Die Bäume befinden sich auf dem Grundstück der Kanalbehörde, des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Rheine. Insofern ist es natürlich richtig, dass die Gemeinde Senden keinen direkten Einfluss nehmen kann. Das WSA kann Bäume fällen, wenn es einen Betriebsweg am Kanal bauen möchte. Grundsätzlich besteht die Notwendigkeit für einen solchen Betriebsweg - insbesondere dann, wenn der Kanal nicht mehr über Felder mit Fahrzeugen erreicht werden kann. Momentan könnte im Gefahrenfall ein Fahrzeug den Kanal über den Acker des Bauern erreichen, wenn der Acker mit Häuser zugebaut ist, ist das nicht mehr der Fall - daher die Notwendigkeit für einen Betriebsweg. Genauso war es 2004 und so wird es früher oder später auch jetzt sein.

Die Aussage der Gemeinde, dass kein Bau eines Betriebsweges geplant sei, ist völlig irrelevant. 


Wir zitieren aus :

"Richtlinien für Regelquerschnitte von Binnenschifffahrtskanälen", 

herausgegeben vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung", 

Ausgabe 2011.

 

"Betriebswege

(57) Auf beiden Ufern sollte ein durchgehender Betriebsweg mit Anschlüssen an das öffentliche Verkehrsnetz angelegt werden. Die befestigte Betriebswegbreite beträgt 3 m. Die Betriebswege sollen mindestens 0,7 m über dem oberen Betriebswasserstand (BWo) liegen."


Derartige Betriebswege findet man z.B. in Hiltrup auch hinter Bäumen. Und darin besteht auch die einzige verlässliche Lösung: 

Nur wenn hinter den Bäumen ein ausreichend breiter Geländestreifen, z.B. 5m - genaue Absprachen mit dem WSA wären notwendig - ist dauerhaft sicherzustellen, dass die Bäume erhalten bleiben.

Eine relativ einfache Lösung - man macht die Grundstücke etwas kleiner, und der "Baumschutzstreifen"  kann ggf. zum Bau eines Betriebsweges zur Verfügung gestellt werden.

 

In der Sitzung des GEA am 19.9.2018 war der Beigeordnete allerdings ehrlich und sagte, wenn der Betriebsweg gebaut werden würde, und die Bäume müßten gefällt werden, dann wäre das eben so.