Auf dieser Darstellung wurde das preußische Überschwemmungsgebiet des Dümmer auf das heutige Wohngebiet Wienkamp übertragen. Das alte preußische Überschwemmungsgebiet wird durch die roten Linien begrenzt. 

 

Große Teile der Bebauung am Nordrand des bestehenden Baugebietes befinden sich eindeutig im früheren Überschwemmungsgebiet - dieses Gebiet wurde rot schraffiert dargestellt.  Diese Fläche entspricht dem Gebiet, in dem das Gelände erhöht wurde - wenn man am Dümmer entlang geht, kann man die Grenze der Aufschüttungen dort erkennen, wo Mäuerchen oder L - Steine die Gärten begrenzen, dort besteht eine Höhendifferenz von ca. 80 cm. Hier wurde das Gelände aufgeschüttet. Geländeaufschüttungen im Überschwemmungsgebiet waren auch in den Jahren 1995 - 2005 verboten.

Hier wurde Retentionsraum für den Hochwasserfall vernichtet.

 

 

Ein Vergleich des Verlaufs der hundertjährigen Hochwasserlinie bei ihrer ersten Bestimmung - links - und nach Planung der Geländehöhen Wienkamp 1 - rechts - zeigt, wie die Hochwasserlinie  deutlich von der Hofstelle weg zum Dümmer hin rückte. Dadurch wurde es möglich, eine Häuserreihe mehr zu bauen. Mit diesem Prinzip hatte man also bereits 2001 Erfahrungen gesammelt.


Erste Bestimmung der hundertjährigen Hochwasserlinie: Diese verläuft direkt hinter der Hofstelle, die wohl auf einer kleinen Anhöhe stand.

2003 hat man die Hochwasserlinie dann "weg- interpoliert", sie verläuft in der Mittel zwischen Dümmer und Hofstelle.


 

Man darf daher davon ausgehen, daß bei Planung des alten Gebietes der "Ostzipfel" nicht überplant wurde, da dieser Bereich als Ausgleichsfläche für den Verlust an Retentionsfläche durch das Baugebiet vorgesehen war.

Dass später niemand mehr nach dieser Ausgleichsfläche fragte, hängt damit zusammen, dass die staatlichen Umweltämter im Zusammenhang mit der von der schwarz-gelben NRW Regierung eingeleiteten Verwaltungsreform abgeschafft wurden und dann keine unabhängige Kontrollbehörde mehr existierte.