Abhilfe besteht im vorbeugenden Hochwasserschutz - weitere Versiegelung von Flächen vermeiden und Retentionsräume erhalten oder schaffen.

 

Wenn weitere Flächen im Zuflußgebiet des Dümmer gewässeraufwärts versiegelt werden, wird in kürzerer Zeit mehr Wasser in das Gewässer einfließen und dadurch der Pegel rascher ansteigen - konkret heißt das in diesem Fall:

Wenn irgendwann die Fläche des Hofes Wermert versiegelt wird, kann dieses Gebiet seine Funktion als Wasserspeicher nicht mehr wahrnehmen - Niederschlagswasser, welches im Falle eines Starkregens jetzt zunächst im Boden gespeichert wird, wird dann bei einer Bebauung rascher in den Dümmer einfließen und die Hochwassergefahr im Ortszentrum unter Umständen vergrößern.

Fazit: Die Versiegelung muß in den fraglichen Gebieten (Wermert  und Wienkamp) gering gehalten werden, es müssen Flächen für mögliche Regenrückhaltemaßnahmen freigehalten werden - auf Deutsch: eine Bebauung von Überschwemmungsgebieten - auch von HQ - Extremgebieten ( 250 jähriges Überschwemmungsgebiet) verbietet sich.

Es handelt sich bei den HQ 250 Flächen um frühere Auengebiete und somit um potentielle und auch wiederherstellbare Retentionsflächen - nach § 113 a des Landeswassergesetzes  sollen diese wenn möglich wieder hergestellt werden. Eine Bebauung würde dies jedoch für alle Zukunft unmöglich machen und die letzten Reserven für Retentionsflächen wären verschwunden - dieses Risiko darf nicht eingegangen werden.

 


Um Überschwemmungen im Ortszentrum zu vermeiden, ist es notwendig, in den davor (gewässer-aufwärts, in diesem Fall Richtung Osten) gelegenen Abschnitten Retentionsräume zu schaffen, in die das Wasser ausweichen kann. Sinnvollerweise wären solche Rentionsräume für den Dümmer im Abschnitt zwischen

B 235 und dem DEK einzuplanen.