Situation in Senden

In Senden traten im vergangenen Jahrhundert zahlreiche Überschwemmungen, teils auch mit schweren Schäden auf, begünstigt vor allem durch die zunehmende Flächenversiegelungen. Das Wasser konnte nicht versickern und die Stever und ihre Zuflüsse konnten die Wassermassen häufig nicht mehr aufnehmen.

So erfolgte der Ausbau der Stever: das Gewässer wurde vertieft, verbreitert und begradigt, es wurden Staustufen eingebaut, Straßendurchlässe wurden erweitert und zuletzt wurde der Düker der Stever am Kanal vergrößert.

Durch diese Maßnahmen wurde erreicht, daß das Wasser über die Stever rasch und in großen Mengen abfließen kann und daher sind in den letzten Jahren auch keine schwerwiegenden Überschwemmungen in Senden mehr aufgetreten.

 

 

Markierung der Hochwasserhöhe Ecke Münsterstraße/Frauenstraße

Hochwasser Oktober 1968,

Münsterstrasse:



Allerdings muß hier angemerkt werden, dass derartige Maßnahmen an vielen kleinen Gewässern natürlich in Summe dazu führen können, dass das Wasser rascher in die größeren Gewässer abfließt und dann dort zu schwerwiegenden Schäden führen kann. Im Prinzip liegt die Ursache für die gravierenden Hochwasserereignisse an Rhein, Elbe und anderen Flüssen darin, dass kleine Gewässer verändert wurden und das Wasser rasch abgeleitet wird und nicht mehr in der Fläche zurückgehalten wird.