Ursachen für Hochwasser

Hochwasser ist ein natürliches Phänomen. Hochwasserereignisse treten auf durch großflächigen Dauerregen oder auch durch lokal begrenzte Starkniederschläge sowie Schneeschmelze im Zusammenhang mit Niederschlägen.

In naturbelassenen Auenlandschaften wird das Wasser gespeichert wie in einem Schwamm und in trockenen Zeiten wieder abgegeben. Regelmäßige Hochwasser haben in natürlichen Flussauen eine wichtige ökologische Funktion für Pflanzen und Tiere.

 

Der Mensch hat die Natur jedoch deutlich verändert:

- Flüsse wurden begradigt.

- Auenlandschaften sind großenteils nicht mehr vorhanden.

- Flächen wurden versiegelt.

- Retentionsräume wurden bebaut.

 

Retentionsräume und Auenlandschaften sind zurückgegangen, der Anteil der bebauten Fläche hat zugenommen. Gleichzeitig ist mit dem Klimawandel das Risiko von extremen Wetterlagen deutlich gestiegen und wird noch weiter steigen. Damit ist auch die Wahrscheinlichkeit für Hochwasserereignisse und Überschwemmungen deutlich gestiegen.

Die schlimmen Hochwasserereignisse der letzten Jahre am Rhein (1995), an der Oder (1997) an der Donau (2013)  und der Elbe (2002, 2013)  sind auch Folge von Eingriffen in das Ökosystem an zahlreichen kleinen zuführenden Gewässern: Durch die Begradigungen der Gewässer fließt das Wasser schneller ab und führt in Summe dann flußabwärts zu oft verheerenden Schäden - 2013 entstand an der Elbe ein volkswirtschaftslicher Schaden von zumindest 12 Milliarden €.