Es ist verständlich, dass es für den Landwirt wenig sinnvoll ist, das kleine Feld entfernt von seinem Hof zu bewirtschaften. Bei einer Änderung der Nutzung sollten die Belange des Naturschutzes, der Ökologie und der Nachbarschaft berücksichtigt werden.

Hier verweisen wir auf unsere Ausführungen zum Hochwasserschutz und zum Überschwemmungsgebiet. Eine Bebauung des Extremhochwassergebietes verbietet sich angesichts der großen Überschwemmungsgefahr im Ortszentrum - diese Fläche muß für Rückhaltemaßnahmen und als Retentionsfläche erhalten bleiben, wenn man nicht die Hochwassergefahr im Ortskern vergrößern möchte. Wer eine Bebauung im Extremhochwassergebiet plant, handelt verantwortungslos.

Was die Belange der Nachbarschaft betrifft, so möchten wir nicht nur auf die Verkehrssituation auf der Anliegerstraße verweisen, die nur noch wenig zusätzlichen PKW Verkehr verträgt. Die Nachbarschaft ist auch das nahgelegene Waldgebiet, in dem sich ein schützenswertes Biotop befindet. Eine massiv verdichtete Bebauung, wie sie ursprünglich geplant war, ist an dieser Stelle nicht angebracht. Insofern kann es nur akzeptiert werden, dass die Verdichtung der Wienkampbebauung nach Osten hin abnimmt, so wie es im alten Bebauungsplan ausgeführt wird. Eine der urspünglichen Planung entsprechende Verdichtung mit 40-60 Wohneinheiten wäre an dieser Stelle städtebaulicher Unsinn. Unter Berücksichtigung des Hochwassergebietes kann eine zum alten Gebiet passende Bebauung maximal 15 Wohneinheiten umfassen.