Andere Gemeinden haben bereits Renaturierungsmaßnahmen an Gewässern durchgeführt - ein schönes Beispiel ist der Emmerbach in Hiltrup, oder geplant - zum Beispiel auch die Emmerbachauen in Davensberg.

 

Da eine Bebauung im 100 jährigen Überschwemmungsgebiet (HQ 100)  ohnehin nicht zulässig ist und im Extremhochwassergebiet (HQ 250, oder auch HQ Extrem) angesichts des Klimawandels und der steigenden Wahrscheinlichkeit derartiger Extremereignisse  äußerst kritisch zu bewerten ist, macht es Sinn, das gesamte Dümmer-Überschwemmungsgebiet von einer Bebauung freizuhalten und dort entsprechende Gewässerrenaturierungsmaßnahmen zu planen.  Insofern wäre es natürlich erstrebenswert gewesen, diese Gebiete in das Projekt "Wasserwege-Stever" miteinzubeziehen, so wie es die Planer ursprünglich auch vorgeschlagen hatten. Dadurch würde das Gewässer eine erhebliche ökologische Aufwertung erfahren und gleichzeitig könnte eine Art Park mit hohem Freizeitwert in Sendens Osten entstehen. Aufgrund der Eigentumsverhältnisse ist das aktuell allerdings nicht weiter verfolgt worden.

Zu fordern wäre allerdings zumindest, dass derartige Maßnahmen erneut diskutiert werden, wenn in der Nachbarschaft dieser Flächen später einmal  Baugebiete entstehen. Wenn diese Flächen jetzt überplant werden, stehen sie nie wieder für Renaturierungsmaßnahmen zur Verfügung.

Aus ökologischer Sicht ist hier auch kritisch zu bewerten, dass die landwirtschaftliche Nutzung  hier teilwiese unmittelbar bis an das Ufer heranreicht, was mit einem verstärkten Einstrom von Dünger in das Gewässer verbunden ist.

 

Gebiet mit möglichem Extremhochwasser

 

 

ökologische Aufwertung des Dümmer durch Sekundärauen und Park