Dass die Anwohnerstraße für Baustellenverkehr nicht benutzt werden kann und darf, das war für die Wienkämper von Anfang an klar. Jeder erlebt täglich, was es bedeutet, wenn das Müllauto oder ein anderer LKW kommt. 

Der Investor und die Gemeinde sträubten sich jahrelang gegen die berechtigte Forderung der Anwohner nach einer Baustraße. Im Gemeindeentwicklungsausschuss waren allerlei absurde Argumente zu hören:

- Es sei nicht möglich, eine Baustrasse über den Dümmer zu bauen

- Es sei kein Problem, wenn die Baufahrzeuge über den Wienkamp fahren - dann müssten die Baumfelder eben zurück gebaut werden.

- "Andere wollen auch mal bauen, dann müssen die im Wienkamp den Verkehr eben mal aushalten".

- Der Investor sagte: "Ich muss wirtschaftlich denken."

In der Anwohnerversammlung im Dezember 2018 wurde der Gemeinde wohl klar, dass sie nachgeben musste.

Viele Anwohner berichteten von bereits stattgefundenen Unfällen mit Kindern und in der Diskussion wurde klar, dass  die Tatsache, dass auf der Straße tatsächlich (und nach geltenden Richtlinien) keine 2 LKWs aneinander vorbei kommen können, nicht so einfach unter den Tisch gekehrt konnte, zumal der Gutachter an dies nicht unerwähnt lassen konnte. Danach kam Bewegung in die Sache und es kam die Zusage, dass eine vorübergehende Baustraße ("2 bis 3 Jahre") erstellt wird.

Die Baustraße wurde dann im Oktober 2020 relativ zügig erstellt - und siehe da, die Überquerung des Dümmer war mit einer Verrohrung ganz einfach möglich....obwohl die Gemeinde das vor einigen Jahren noch bestritten hatte.

 

Die WN berichtete:

 

https://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Coesfeld/Senden/4281760-Erweiterung-des-Wienkamps-zeichnet-sich-ab-Vorm-Bauen-kommt-die-Baustrasse