Wir wollen, dass die Bäume am Dortmund - Ems -Kanal erhalten bleiben und nicht wieder so etwas geschieht wie 2004 !

Die meisten Sendener werden sich daran erinnern, dass 2004 in einer überfallsartigen Aktion die gesamte Baumallee vor dem neuen Baugebiet Wienkamp am Dortmund - Ems - Kanal gefällt wurde. Die Gemeinde zeigte sich überrascht und wusste angeblich von nichts, und fühlte sich völlig unschuldig.

Wir haben jetzt die gleiche Situation wie 2004 - mit dem einzigen Unterschied: Bei der Aufstellung des Bebauungsplanes könnten Maßnahmen getroffen werden, eine erneute Baumfällaktion zu vermeiden. 


Situation vor der Baumfällaktion 2003

So sah es am Kanal 2003 aus bevor der Wienkamp bebaut wurde: ein schmaler Pfad vor majestätischen, alten Bäumen. Auf der gesamten Länge des heutigen Baugebietes standen 34 Bäume, jetzt sind nur noch am westlichen und östlichen Ende solche Bäume zu bewundern - damals war es eine durchgehende Reihe  - prägend für das Bild von Senden.

 

Viele Sendener werden sich an Spaziergänge auf dem idyllischen Pfad am Kanal erinnern - und für viele Zugezogene war diese Idylle ein Grund, sich für Senden als Wohnort zu entscheiden.



2004 wurden in einer Nacht - und Nebelaktion sämtliche alten Bäume vor dem Baugebiet gefällt - die Gemeinde zeigte sich erstaunt, hatte im Vorfeld angeblich nichts davon gewusst....obwohl Grundstückinteressenten bei der Gemeinde vorher nachgefragt hatten, ob die Bäume stehen bleiben würden und die Gemeinde versicherte, dass das der Fall sei.

Als Grund für die Notwendigkeit der Baumfällungen war zu hören, dass die Kanalbehörde einen Betriebsweg am Kanal vorhalten müsse.


.....und so sieht es heute von oben betrachtet aus: die Baumreihe ist unterbrochen, als ob ein Sturm oder ein Luftangriff eine Schneise geschlagen hätte.  Hier wurde Natur und ein landschaftsprägendes Bild für Jahrzehnte zerstört.


Man hätte die Baumfällungen vermeiden können - gerne hätten die Grundstücksbesitzer am Kanal auf ein paar Quadratmeter verzichtet, damit hinter den Bäumen der angeblich notwendige Betriebsweg für das Wasser- und Schifffahrtsamt hätte entstehen können.

Unsere Forderung:

Der Bebauungsplan muss so gestaltet werden, dass genügend Abstand zwischen Bäumen und Häusern ist.

Im neuen 2018 vorgelegten Planentwurf gibt es eine Abstandsvorschrift zwischen Bebauung und Baumkrone. 

Der vorgeschriebene Abstand von wenigen Metern ist viel zu gering, und eine einfache, maßstäbliche Skizze zeigt, dass das nicht funktionieren kann.  

Ein Abstand von zumindest 15 - 20 m vom Stamm ist zu fordern.

Die Baugrenze muss viel weiter von den Bäumen abrücken.

Ein dauerhafter Schutz für die Bäume wird jedoch nur zu gewährleisten sein, wenn eine Fläche von zumindest 5-7m Breite ab Baumstamm-Mitte nicht in privaten Grundbesitz übergeht = Baumschutzstreifen. Dann könnte im Notfall die Kanalbehörde über diesen Wiesenstreifen zum Ufer gelangen.

Wie im alten Bebauungsplan sollte ein Abstand der Häuser von 25 m vom Kanalufer eingehalten werden - das sichert auch einen ausreichenden  Abstand der Gebäude von den Bäumen.

Was ist aus unseren Forderungen geworden?