Die Ausweisung des Baugebietes muss so erfolgen, dass gesichert ist, dass die Bäume am Kanal nicht gefährdet werden - dazu muss ein ausreichend breiter Geländestreifen hinter den Bäumen vorgesehen werden, der nicht in privates Eigentum übergeht und ggf. dem WSA als Betriebsweg zur Verfügung gestellt werden kann - am besten als ökologisch wertvolle Blühwiese.

 

Wenn hier Kompromisse eingegangen werden, dann wird es früher oder später dazu kommen, dass die Bäume gefällt werden. Das WSA (Wasser- und Schifffahrtsamt) benötigt grundsätzlich einen Betriebsweg am Kanalufer. Ein solcher Betriebsweg könnte auch hinter der Baumreihe entstehen, so wurde das Problem z.B. in Hiltrup am Westufer des Kanals gelöst.

 

Im neuen 2018 vorgelegten Planentwurf gibt es eine Abstandsvorschrift zwischen Bebauung und Baumkrone. 

Der vorgeschriebene Abstand von wenigen Metern ist viel zu gering, und eine einfache, maßstäbliche Skizze zeigt, dass das nicht funktionieren kann.  

Ein Abstand von zumindest 15 - 20 m vom Stamm ist zu fordern.

Die Baugrenze muss viel weiter von den Bäumen abrücken.

Ein dauerhafter Schutz für die Bäume wird jedoch nur zu gewährleisten sein, wenn eine Fläche von zumindest 5-7m Breite ab Baumstamm-Mitte nicht in privaten Grundbesitz übergeht = Baumschutzstreifen. Dann könnte im Notfall die Kanalbehörde über diesen Wiesenstreifen zum Ufer gelangen.


 

Der alte Bebauungsplan gab einen Mindestabstand vom Kanalufer vor.

Zumindest dieser Abstand muss unbedingt auch für die neue Bebauung gelten.

 

 

 

….sonst wird unweigerlich das geschehen, was bereits 2004 geschah: