Keine Bebauung im Überschwemmungsgebiet - auch nicht im Extremhochwassergebiet (HQ 250/ HQ extrem) - keine Vernichtung von Retentionsraum !

 

Die Wetterereignisse der letzten Jahre haben uns vor Augen geführt, dass  durch den Klimawandel Starkregenereignisse häufiger werden. Damit steigt auch das Risiko für lokale Überschwemmungsereignisse.

 

Angesichts dieser Tatsachen muß sich die Gemeinde schon fragen lassen, ob es nicht grob fahrlässig ist, im Extremhochwassergebiet eine Bebauung zuzulassen - vor allem, wenn im gleichen Gebiet vor wenigen Jahren schon Retentionsfläche bebaut wurde. 

Dabei soll das Extremhochwassergebiet nicht nur bebaut werden, das Gelände soll dort erhöht werden. Das vermindert zwar die Hochwassergefahr für dieses Baugebiet, aber es führt zur Vernichtung von Reserve-Retentionsraum.

 

Auch die Versiegelung der Fläche durch eine verdichtete Bebauung ist ein zusätzliches Risiko für Überschwemmungsereignisse - die dann im Ortszentrum auftreten werden.

 

Ein nicht bebautes und vor allem auch nicht versiegeltes Extremhochwassergebiet wäre eine mögliche Retentionsfläche und ein Ausgleich für die damals (2001-2003) durchaus fragwürdige Planung und Geländemodellierung am Nordrand des jetzigen Gebietes.

 

Auch wenn es in den letzten beiden Jahren vorwiegend trocken war, es kann auch anders kommen:

Dümmer im Jahr 2014....



Im Gebiet Wienkamp wurde bereits bei der Bebauung des ersten Gebietes Retentionsrum vernichtet und Gelände erhöht, damit zusätzliche Fläche zum Bebauen gewonnen wurde. Auch das jetzige Plangebiet wurde in den vergangenen Jahren systematisch erhöht, um mehr bebaubare Fläche zu bekommen.

Beim Vergleich von Höhendaten von 1995 und 2011 konnten wir teilweise Geländeunterschiede von 40-50 cm nachweisen - der Unterschied zwischen 100 -jährigem Hochwasser und Extremhochwasser beträgt weit weniger! Davon will die Gemeinde natürlich nichts wissen, obwohl wir uns auf offizielle Zahlen der Gemeinde und der Bezirksregierung berufen.